Endoskopie

Mit einer Endoskopie gewinnt der Gastroenterologe Einblick in den Darm oder den Magen. Dazu wird durch den After oder die Speiseröhre eine Sonde eingeführt, die mit einer Optik versehen ist. Diese überträgt die Bilder vom Innenleben der Organe in Echtzeit auf einen Bildschirm. Zusätzlich bieten endoskopische Instrumente die Möglichkeit, Gewebeproben zu entnehmen und/oder Polypen (gutartige Schleimhautwucherungen) direkt bei der Untersuchung zu entfernen. Moderne Endoskope haben nur noch geringe Ausmaße und sind flexibel, so dass eine Endoskopie für die Patienten schonend verläuft.

Darmspiegelung

(Koloskopie)

Darmspiegelung

(Koloskopie)

Eine Darmspiegelung dient zum einen der Krebsvorsorge, denn Darmkrebs lässt sich damit zuverlässig diagnostizieren. Polypen, die Vorstufe von Darmkrebs, werden sichtbar gemacht und können sofort abgetragen werden. Für über 55-jährige gesetzlich Krankenversicherte wird eine Darmkrebs-Vorsorgeuntersuchung erstattet (eine zweite nach zehn Jahren ebenfalls, wenn die erste vor dem 65. Geburtstag erfolgt ist). Zum anderen lassen sich auch verschiedene andere Erkrankungen des Dünndarmendes und des Dickdarms, beispielsweise Entzündungen, bei einer Koloskopie erkennen. Der Darm muss vor der Untersuchung komplett entleert werden, wozu in der Regel am Tag zuvor ab Mittag gefastet und zusätzlich ein Abführmittel eingenommen werden muss.

In unserer Praxis verwenden wir Endoskopen der neuesten Generation. Während herkömmliche Endoskope lediglich ein 170-Grad-Blickfeld zeigen, macht das System ganze 330 Grad sichtbar. Damit wird die Diagnosegenauigkeit wesentlich erhöht.

Zudem bieten wir unseren Patienten die Option, zur Aufdehnung des Magen-Darm-Trakts statt der üblichen Raumluft CO2, also Kohlendioxid, zu verwenden. Dadurch werden Unannehmlichkeiten infolge einer Koloskopie, wie blähungsbedingte Schmerzen, stark reduziert. Da die Krankenkassen die Kosten dafür allerdings nicht übernehmen, handelt es sich um eine Privatleistung (IGeL).

Magenspiegelung

(Ösophago-Gastro-Duodenoskopie)

Bei einer Magenspiegelung wird ein Schlauch durch den Rachen des Patienten eingeführt, um Beschwerden in der Speiseröhre, im Magen oder im Zwölffingerdarm abzuklären. Im Endoskop befinden sich nicht nur Kamera und Lichtquelle, sondern auch Werkzeuge für Gewebeentnahmen und zur Markierung von Schleimhäuten mit Farbstoffen. Wie eine Darmspiegelung dient auch die Magenspiegelung zur Krebs-Früherkennung und zur Diagnose von Entzündungen, Geschwüren und anderen Erkrankungen wie Zöliakie und Refluxkrankheit.

Magenspiegelung

(Ösophago-Gastro-Duodenoskopie)

Narkose und Betäubung

Narkose und Betäubung

Um die Untersuchung bzw. Probenentnahme für die Patienten so angenehm wie möglich zu gestalten, bieten wir eine Reihe verschiedener Prämedikationen an:

  • Lachgas als sanfte Narkoseform ermöglicht das Autofahren im Anschluss an die Untersuchung.
  • Dormicum versetzt die Patienten ähnlich wie Valium in einen leicht narkotisierten Zustand, in dem die Körperwahrnehmung schwach ausgeprägt ist.
  • Bei einer Magenspiegelung kann auch eine örtliche Betäubung des Rachens vorgenommen werden.
  • Propofol lässt die Patienten in einen tiefen Schlaf fallen, ohne dass sie künstlicher Beatmung bedürfen.

Gern beraten wir Sie eingehend zu Ihrer Magen- oder Darmspiegelung sowie zu geeigneten Prämedikationen und beantworten ausführlich Ihre Fragen.