Atemtests

Die Zusammensetzung des Atems kann Aufschluss über den Befall mit dem Magenbakterium Helicobacter pylori und über bestimmte Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten geben. In der Regel wird halbstündlich vor und nach Einnahme eines Präparats der Atem analysiert. Für zuverlässige Ergebnisse sind oftmals mehrere Messungen vonnöten, so dass ein Atemtest mehrere Stunden in Anspruch nehmen kann.

Atemtest auf Helicobacter pylori

Atemtest auf Helicobacter pylori

Nach Karies ist eine Infektion mit Helicobacter pylori die zweithäufigste Infektionskrankheit. Der ansteckende Keim siedelt sich im Magen an und kann sich in Übelkeit und Brechreiz, Schmerzen und Druckgefühl, häufigem Aufstoßen, anhaltendem Völlegefühl oder schwarzem Stuhl bemerkbar machen. Das sind jedoch nicht die schlimmsten Folgen: Helicobacter pylori kann die Entstehung von Geschwüren, Magenschleimhautentzündungen und sogar Magenkrebs begünstigen. Der sogenannte 13C-Atemtest auf Helicobacter pylori deckt eine Besiedlung des Magens mit dem Bakterium auf.

Atemtest auf Lebensmittel-Unverträglichkeiten

Durch eine Messung des Wasserstoffgehalts im Atem vor und nach Einnahme eines Zuckerpräparats lassen sich eine Fruktose-, eine Sorbitol- und eine Laktose-Unverträglichkeit feststellen. Außerdem kann die bakterielle Besiedlung des Dünndarms mit einem Glukose-Atemtest indirekt untersucht werden.

Bitte beachten Sie, dass nicht alle Atemtests immer von den Krankenkassen übernommen werden. In der Regel wird ein begründeter Verdacht bzw. eine entsprechende Indikation für eine Kostenübernahme vorausgesetzt.

Atemtest auf Lebensmittel-Unverträglichkeiten